Unser Hauptaugenmerkt liegt auf dem jeden Donnerstag ab ca. 20:15 Uhr stattfindendem Treffen mit gemütlichem, lockeren und lustigem Plausch.
Aber das ist längst nicht alles! Wir machen gemeinsam Ausflüge, gucken Filme, backen zusammen oder fahren auch mal nach Stuttgart, um die dortige Szene zu erkunden -
und vieles mehr!
Berichte
über bisherige Aktivitäten
Fantasypride 2011 im Phantasialand Brühl – Zwei Perspektiven:
Mark schreibt:
Phantasialand – ein Freizeitpark wie jeder andere? Heute sicher nicht, denn tausend Queers drängen sich zwischen den restlichen Besuchern in den Themenbereichen: Berlin, China Town, Mexico, Africa, Fantasy und Mystery.
Das Wetter ist perfekt: Fast periodisch wechseln sich Sonnenschein und Regenschauer ab. Zwar graut es jederzeit schon wieder vor dem nächsten Erguss, doch können wir uns auch jedes Mal freuen, wenn wieder die Sonne aus dem Lilagrau hervorbricht, und binnen kurzer Zeit einen bilderbuchblauen Himmel heraufbeschwört. Die Hinfahrt ist sonnig: Wir raten Autokennzeichen, knabbern Kekse und singen unserem Fahrer Matze vorab schon mal ein Trullala. Heftige Tropfen beim Eintritt in den Park zwingen uns sogleich zur Indoor-Achterbahn Winja’s Fear: Ein Auf und Ab voller Kreischen, Bangen und Gelächter. Der Clou? Wir wissen nie aus welchem Blickwinkel wir den nächsten Tiefgang oder die rasanten Kurven erleben werden, denn der runde Viererwagen dreht sich unablässig. Und so hängt man gerade in einem besonders schiefen Winkel, als es auch schon wieder steil abwärts geht. Später verschlingt uns Black Mamba mit Looping und Spiralen in einer mexikanisch angehauchten Felsenlandschaft. Magic Castle ist der höchste Turm des Parks. Ein Wissenschaftler mit chemischen Formeln auf dem weißen Kittel, dem allerdings das angebrannte Haar und die Mega-Schutzbrille fehlt um zum „verrückten Wissenschaftler“ aufzusteigen, führt uns in seinen Labor-Tower: Ein riesiger quadratischer Raum mit Sitzen an allen Seiten. Hier steht uns ein freier Fall bevor. Das Reizvolle: Im blaulichtigen Halbdunkel sehen wir auch, wie gute 30 Meter entfernt die gegenüberliegende Seite fällt und schreit und das durchaus nicht synchron mit uns. Gefühlte drei Mal werden wir hochgepresst und fallen gelassen und…wieder aufgefangen. Das dumpfe Gefühl im Magen mag sich jeder vorstellen.
Auch nass werden manche von uns. Nein, nicht beim Wet T-Shirt Contest, sondern auf der Wildwasserbahn River’s Quest. Hier bleibt vor allem die Erinnerung an unsere Weggefährten: 3 Machos, die trotzdem kreischten wie die Meerschweinchen, und ein französisches (?) Mädchen, dessen Stofftasche und sie selbst völlig durchweicht worden sind. Danke, Dani, fürs Gut zu sprechen
Und noch etwas, wir brechen wahrscheinlich den Rekord in der „Am-geschicktesten-durch-den-Park-lauf-Rubrik“: Auf bisher ungeklärte Weise haben wir es geschafft, auf dem Weg zur jeweils nächsten Bahn jedes Mal den gesamten Park zu durchqueren. Man sollte meinen, wir hätten nun eine perfekte Karte des Parks im Gedächtnis, doch den Ausgang finden wir früh morgens trotzdem nicht. Doch das greift zu weit vor. Zunächst verlassen wir den Park, um im Hotel einzuchecken und die Whirlpools zu genießen. Frisch und fröhlich machen wir uns wieder auf für das verzauberte Abendprogramm im Park. Die zweistündige Show ist mehr als abwechslungsreich. Linda von DSDS überzeugt mit Power – in Performance, Stimme und einem anmutigen Schleudern ihrer Haare. Die Band Swave hingegen, obgleich Gewinner beim MTVContest, wird vom launigen Publikum ausgaybuht. Erste verlassen den Saal, die Stimmung droht zu kippen, doch Comedian Kay Ray schafft es, sie noch einmal ganz hoch zu ziehen. Er rülpst, er raucht, er strippt. Völlig unkonventionell, politisch inkorrekt und weit unter der Gürtellinie ist sein Programm. Dabei prescht er mit dem Tempo eines ICE vor. Das Publikum lacht tosend, klatscht hysterisch und die wenigen Momente der Stille knistern vor Spannung, wie Drogensüchtige lechzen die Zuschauer nach dem nächsten Wort. Auch nur einen von den abertausend Gags wiederzugeben wäre zwecklos, da sie nur mit diesem Tempo, mit dieser Stimme und mit diesem Publikum funktionieren. „Habt Spaß, kümmert euch nicht darum, was die anderen denken“ gibt er uns mit. Und unter diesem Motto steht auch die Party, zu der wir uns nach einem musikalischen Nachtisch der Sängerin Sharron Levy („Kräftige Stimme an Gitarrenschrammen, garniert mit osteuropäische Rhythmen“) begeben.
Im „Saloon“ und in der „Burg“ wird getanzt und mit keinem Effekt gespart: Rhythmisches Lichtzucken, Nebel, sogar widerlicher Schaum weht von der Decke. Vereinzelt tummeln sich Drag Queens. Der Blick auf sie lohnt. Nur die Gogo-Tänzer finden ihren Weg etwas zu spät ins Phantasialand. Im Laufe des Abends begegnen sich tausende Augenpaare – fragend, auffordernd, amüsiert, hochmütig, verführerisch. Wer es sich leisten kann, tanzt oben ohne. Je später der Abend, desto enger die Tänze, und desto länger die…
… desto länger der Schlaf. Den gönnen wir uns in den gemütlichen Hotelbetten bis Mittag vorbei ist. Ein Trip nach Köln soll unser Event abrunden: Schauspieler Michael, der sich spontan von Matze mobilisieren ließ, zeigt uns die Stadt. Die schmutzigen Flecken, die Möchtegern-Fifth Avenue: Sehen und gesehen werden, den Dom, der nur schwer aufs Foto passt, das RTL-Studio auf der anderen Seite des Rheins. Dabei plaudert er in bester schwuler Manier von Land und Leuten. Von L.A., der Schweiz und natürlich den Kölnern, die sich für was Besseres halten – zumindest wenn es um die Rivalität mit Düsseldorf geht. Er führt uns sogar vor, wie man auf Kölsch beim Bäcker ordert: Hee, dun Se mal denn Strüselstrefe da hänga! Wir Landeier amüsieren uns wie die königlichen Schleppenträger mit diesem Entertainer und Mann von Welt.
Die restliche Heimfahrt ist vergleichsweise ruhig. Wir resümieren und evaluieren und schwelgen bereits in Erinnerung. Nach einer ausgedehnten Vesperpause in Limburg und weiteren 3 Stunden Fahrt (mit Regenbogen!) kommen wir sicher und reich an vielen neuen Eindrücken und Geschichten in der Heimat an.
Alex schreibt:
Logbuch Eintrag Nummero Unbekannto
Wir schreiben den 18. Juni 2011. Es ist exakt 8:00 Uhr am Morgen.
Unsere kleine Reisegruppe versammelt sich in dem stillen Örtchen Kirchentellinsfurt. Die vier Mann starke Truppe besteht aus Matze, Daniel, Mark und Alexander. Eilig wird das restliche Gepäck in das gemeinsame Gefährt verstaut, bevor es mit samt Falk, Sabine und der Schönen Unbekannten auf die Autobahn geht. (Anmerkung der Redaktion: Hierbei handelt es sich lediglich um Navigationsgeräte!)
Man spürt die Vorfreude auf das, was sich hinter einer fast vierstündigen Reise verbirgt. Selbst wenn die Gesichter in der Frühe des neuen Tages doch eine andere Sprache sprechen. Mit Musik, Witzen und kleinen Autobahn-Spielen vertreibt man sich die Zeit. Zwischendrin, wir befinden uns bereits mehr als 200 km vom heimischen Territorium entfernt, verweilt die Reisegesellschaft auf einem Parkplatz.
Ein großzügiges Angebot an Snacks und Getränken hält den knurrenden Magen bei Laune. Und schließlich erreicht man sein Ziel: das Phantasialand in Brühl (NRW)
Das Wetter ist bisher sehr durchwachsen und dies sollte auch weiterhin so bleiben.
Nach kurzem einchecken lag der Reisegruppe das kleine Wunderland der verschiedensten Fahrgeschäfte regelrecht zu Füßen. Doch wie kleine Kinder sind: Sie können sich nicht entscheiden, was sie zuerst fahren möchten.
Prompt wird wild durcheinander und ohne System dieser Freizeitpark erkundet. Das Ergebnis: Man läuft mehrfach an denselben Plätzen vorbei und eröffnet somit einen Art Marathon oder Staffellauf.
Die Stimmung ist super gut, trotz der nervigen Wetterschwankungen. Alle Beteiligten haben sichtlichen Spaß bei diesem Aufenthalt.
Die besten Szenen im Überblick:
Wildwasserfahrt: Daniel kann es nicht lassen und kreiert einen neuen Handy-Klingelton mit den Worten: Ich werde feucht, ich werde feucht, ich werde feucht.
Mit Resultat, dass er neben weiteren Mitfahrer wirklich sehr nass wurde.
Black Mamba: Alexander bekommt Probleme mit dem Kreislauf und setzt danach erstmals aus.
Interaktionen mit anderen Gästen: Wohin Matze läuft, er trifft Leute die er kennt. Somit stellen wir fest: Wir haben einen Promi unter uns.
Rette sich wer kann: Während wir uns mit Speis und Trank im Restaurant stärken, tobt draußen ein Taifun. Besucher, die das Pech hatten im Riesenrad zu sitzen, wurden ordentlich durchnässt. Ein Bild von und für Götter gemacht.
Da das Phantasialand die „Fantasypride“ zusätzlich präsentiert, blieb uns auch diese Veranstaltung nicht unentdeckt. Zur Eröffnung wurde mit Musik und Tanz zum Wet- T-Shirt Contest begonnen. Hierbei blieb uns leider, aufgrund des hohen Männerandrangs vor der Tribüne, der Blick auf die gutgebauten Jungs verwehrt.
Doch unsere Hauptaufmerksamkeit besaß der Park. Und wir hielten uns wacker, bis man dann doch um 18 Uhr beschloss ins Hotel zu fahren und sich für das Abendprogramm fertig zu machen.
Im Hotel selbst gestaltet jeder seine zur Verfügung stehende Zeit individuell. Die Einen genießen den Wellness-Bereich des Hotels, die Anderen ihr Zimmer mit einem heißen Bad.
Doch um 19:20 hieß es wieder: Zurück in den Park.
Frisch aufgemotzt betraten wir erneut das bekannte Gebiet. Es ging direkt zum Nachtprogramm. Welches durch Musik, Sketchen und einem atemberaubenden und ebenso grandiosen Auftritt von Kay Jay abgerundet wurde.
Danach hieß es: Rock The Dancefloor!
Im Salon und dem Burgbereich des Parks konnte man zu Mainstream oder Elektromusik die Hüften kreisen lassen und sich die Seele aus dem Leibe tanzen.
Vor allem unser Dancing Queen Daniel gelang dies absolut. Einzig das Gedränge und die Massen an Menschen erschwerte es als Gruppe zusammen zu bleiben.
Doch um 3:00 hieß es dann: Schicht im Schacht und unsere abenteuerlustige Truppe zog sich in ihr Hotelzimmer zurück. Nach einem solchen Tag konnte man nur noch eins, nämlich gut ausschlafen.
Karaoke in Stuttgart
Das K.C. darf uns ein weiteres Mal innig willkommen heißen.
Nachdem auch der letzte Jüngling sein Abendmahl zu sich genommen hat und schließlich in der Aids-Hilfe aufkreuzt, kann es losgehen. In zwei Autos fahren wir nach Stuttgart, wobei eine Hälfte mit 180 auf der Autobahn vorausprescht. Wir dürfen Zeugen eines göttlichen Schauspiels werden: Der Blick auf die Sonne, wie sie in der Kesselstadt zerfließt, während wir die Serpentinen abwärts kurven.
Für königliche Einstimmung sorgt das Cafe Schlossblick mit Fotoshooting, Gesprächen übers Amt und ungewöhnlichen Trinkgeldbeträgen. Doch gegen 23:22 ist es dann Zeit, unser eigentliches Domizil aufzusuchen: die Karaoke-Bar Kings Club. Wir schnappen uns sogleich das Buch mit den Songs, um abzuwägen, was wir den restlichen Besuchern an Gesangkunst zumuten können. Man hebt mit 99 Luftballons ab, um Another Day in Paradise zu landen. Dazwischen fangen wir mit eingepackter Badehose eine Grenade For You. Und nachdem es ordentlich Männer geregnet hat, genießt man als Dessert American Pie. Allein, im Duett und in spontaner Kooperation mit anderen Queers. Talentiertere Gäste versuchen sich an italienischem Bel Canto und warmem Soul. Ebenso ragt eine angehende Whitney Houston heraus: Hut ab! Die Stimmung ist toll: Es wird gelacht, geklatscht, getratscht, getanzt – in Bretzelformation, Freestyle und Chachacha. Auch der Timewarp-Dance darf nicht fehlen. Gegen halb vier treten schließlich die letzten von uns den Rückweg an. Wir fiebern schon jetzt dem nächsten Besuch entgegen!!
-Mark
März 2011
Karaoke – Zwei Perspektiven:
Schnappsidee mit Super-Spaßfaktor
Tübian am Donnerstag: Wir sitzen zusammen in unserer Basis, der Herrenberger Straße 9. Wir unterhalten uns prächtig. Sind zum zehnten Mal in Folge zweistellig. 13 sind dieses Mal gekommen. Aber zunächst der Rückblick: Am Anfang basteln wir ein Informationsschild für die Türe. Damit uns alle finden können, die zu uns kommen wollen. Tübian – Do. 20:15 Uhr glitzert es nun im Schaufenster. Kommt und schaut selbst!
Der Abend schreitet voran und plötzlich steht eine Idee im Raum: Stuttgart. Warum auch nicht? Schnell räumen wir auf, organisieren ein paar Autos und ab geht die Reise in die Landeshauptstadt. Ankunft dort pünktlich um Mitternacht. Ein spontaner Sturz ins Nachtleben der Großstadt, Karaoke im Kings Club. Wir sind zu acht, nahezu alle haben sich als Sänger versucht. Geklatscht, (mit)gesungen, gejubelt. Superstars werden wir wohl nicht werden, aber der Spaß, den wir hatten: unbezahlbar! Ob Lemon Tree, We are the people oder Soulmate, die Musikauswahl war riesengroß. Ebenso die Stimmung. Erst gegen drei Uhr sind wir zurück in Tübingen. Kurzum: eine launige Nacht in der Landeshauptstadt. Wiederholung fest geplant.
-David
An einem durchschnittlichen Donnerstag Abend im März, nachdem wir gesellig beieinander saßen, Karten und würfeln spielten, kam die spontane Idee auf noch nachts nach Stuttgart zu fahren um im Kings Club Karaoke zu singen. Nach längerem hin und her und dem Unwissen, ob die Türe der Aids-Hilfe verschlossen ist, fuhren drei Autos voller junger Kerle rasant davon….
Viele stellten ihre Sangeskünste unter Beweis, doch würde wohl niemand die Goldene Stimmgabel gewinnen, oder? Wenn wir es alle nur wirklich erstreben wollen würden, könnten wir es mit viel Übung zu einem erfolgreichen schwulen Männcherchor schaffen!
Andere zu zweit währenddessen versuchten sich im klassischen Tanz: Mit viel Hüftschwung tanzen sie Walzer, Tip Fox und Cha Cha Cha.
Nach kurzweiligen Stunden und dem Wissen um einen grandiosen Abend verließen wir spät nachts die Stuttgarter Schwulenszene und fuhren
geschwind zurück nach Tübingen.
-Roland
Juni 2009: Unser
superduper Event Monat :-)

Neben Köln konnten wir in
diesem Monat einen schwulen Filmabend anbieten! An die drei Stunden zog
sich das entzückte Publikum Kurzfilme der Edition Salzgeber ‘rein und
es gab so manchen herzhaften Lacher :-)
April/Mai 2009: Die erste Mainacht mit Tübian – Ab in die
Stuttgarter Szene
Endlich konnte Tübian seins lang angekündigtes versprechen wahr machen: Einen Ausflug in Stuttgarts Szene! Los ging’s am 30. April nach unserem regulären Treffen.. Ein gnädiges Mitglied teilte großzügig seinen Kaffee mit dem Taxifahrer des Abends. Bereits im Auto stieg der Stimmungsbarometer beim lockeren Plaudern und trotz ständigem Aus- und Einstöpseln diverser MP3-Player :-) kamen wir nicht von der Spur ab. Nach langer Suche nach einem tollen Parkplatz und diversem Befummeln (der Tastenfelder einiger Geldautomaten) fanden wir uns nach kurzem Spaziergang im bereits gut gefüllten Laura’s Club in der Lautenschlager Straße wieder. Nach einem obligatorischen Willkommensdrink fand der eine oder andere schnell manchen Bekannten im Trubel wieder, andere dancten gleich zur reichen Musikauswahl der LOVE*POP Nacht, die sich mit so manchem Indie- und Rocksong deutlich von anderen Szeneveranstaltungen abhebte. Zum Schluss war schließlich die ganze Gruppe auf der Tanzfläche… Ihr denkt das war dann genug für uns? Nö. Als der Club langsam leerer wurde, wagten wir einen nächtlichen Spaziergang zum Café Monroe’s und ließen die Nacht mit einem letzten Drink und lauter Volksmusik ausklingen. Erschöpft aber zufrieden traten wir die Heimreise an, und als die Silhouetten von Tübingen und Rottenburg am Horizont auftauchten, hatten wir uns endlich unter unseren Bettfedern verkrochen.
-Matze
Februar 2009:
Tübian bei der Fasnet
Auswärtsspiel
Eins, zwei, drei – bitte eisfrei! Tübian ist nicht nur in Tübingen unterwegs, nein auch die Bischofsstadt Rottenburg ist nun nicht mehr sicher vor uns. Vergangenen Donnerstag stand die Fasnetsüberraschung auf dem Programm. Alle, die der Einladung gefolgt waren, bekamen dabei zwischendurch ziemlich kalte Füße und auch andere gefrorene Körperteile zur Belohnung. Aber nicht nur das: Vor dem Rottenburger Rathaus ging mächtig die Post ab. Hexentanz und ständig dieses „Narri – Narro!“ Kann man da wirklich kalte Füße bekommen? – Man kann! Aber das lag an den eisigen Temperaturen im Freien und verschwand nach langer Aufwärmphase im Warmen später ganz von allein. Das närrische Treiben verlagerte sich anschließend in die Festhalle. Tübian aber besuchte den Gruppenaußenposten Rottenburg und feierte dort weiter. Und weil es so was von gemein wäre, all jenen gegenüber, die leider nicht kommen konnten, endet der Bericht mit einer Einladung für die nächsten Woche. Wer nicht kommt, ist ganz bestimmt selbst schuld. Denn: Feiern ist allein, allein einfach gar nichts!
-David
März 2008:
Eierfärben
Zu Ostern gehört einfach das Eierfärben. Wir haben unsere Eier dazu erst mal mit Enthaarungscreme gründlich enthaart. Aufs Leerblasen haben wir ausnahmsweise verzichtet und sind dann gleich zum Färben übergegangen. Nein, war nur Spaß.
Wir haben ganz konservativ Hühnereier gefärbt. Dazu habe ich ganz weiße Eier aus der Legebatterie gekauft und etwas Färbemittel von der Drogerie Müller. Das Färben war dann eine richtige Gaudi, denn keiner von den Jungs wusste, wie man das richtig anstellt. Wie lang müssen Eier kochen bis sie hart sind? Wie viel Essig muss man zur Farbe dazugeben? Aber das Ergebnis hat sich echt sehen lassen: 10 bunte Eier und jede Menge gute Laune.
-Ralf
Januar 2008: Ein
wenig Tradition zum Jahresanfang – Mutscheln in Reutlingen
Spontan haben wir unser Treffen vom 10.01. nach Reutlingen verlegt. Denn an diesem Tag fand traditionell der Mutscheltag statt. Und sowas darf man sich natürlich nicht entgehen lassen. Aber wie war das? Mutscheln?! Was das ist? Ja, das wusste so gut wie niemand aus der Gruppe. Aber man kann ja mal mitmachen. Um das Geheimnis zu Lüften: Mutscheln sind Reutlingen Traditionsgebäck, um das es zum Mutscheltag lustige Gesellschaftspiele gibt.
Den Abend organisierte Steven ein guter Freund der Gruppe und bekannt aus dem Reutlinger Freitagabendtreff.
Nachdem alle mehr oder weniger pünktlich eingetroffen waren, konnte der Abend beginnen. Wir spielten einer Reihe lustige Spiele von Langer Entenschiss über Studentenpasch bis zu Der Wächter bläst vom Turme. Ziel jeden Spieles ist ein anderes (z.B. eine kleine Straße zu würfeln), aber immer gilt es dies auch zu erreichen. Wer es nicht erreicht bekommt einen oder auch mehrere Striche wer die meisten hat, verliert. Die Gewinner durften sich über das
Frühstück der nächsten Tage freuen: sie bekamen je nach Platzierung ein große, mehr als große oder eine mega-große Mutschel überreicht!
Der Abend war sehr spaßig und gesellig. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr, wenn wir uns hoffentlich wieder auf den Weg nach Reutlingen machen und kräftig um die größte Mutschel würfeln!
-Mario
Weitere Infomationen zum
Mutscheltag:
http://www.reutlingen.de/ceasy/modules/cms/main.php5?cPageId=1512
http://www.wernerfrueh.de/mutscheltag.htm
Dezember 2007:
Fackelwanderung
Als wir mal abgestimmt haben, auf welche Aktionen unsere Jungs am meisten Lust haben, kam die Fackelwanderung auf den zweiten Platz! Was sich anhört wie ne echte Schnapsidee, war in der Umsetzung dann aber eine wirklich tolle Aktion.
Am 20. Dezember trafen wir uns um 20 Uhr vor dem Parkhaus König. Wir waren alle warm angezogen, denn es war bitter kalt. Unsere Rucksäcke waren bepackt mit den restlichen Plätzchen, einer Thermoskanne Tee, einer Flasche Sekt und natürlich den Fackeln. Doch die wollten wir erst später anzünden. Alsdann wanderten wir in gemütlichem Tempo hoch zu den Kliniken auf dem Berg. Doch unser Ziel war nicht die HNO-Klinik sondern der Steinenbergturm, das ist ein Aussichtsturm der sich am höchsten Punkt auf dem Hügel hinter den Kliniken befindet. Der Weg war viel kürzer als gedacht. Die Landschaft war in ein herrlich surreales Licht getaucht, denn das Gras und die Bäume waren bedeckt mit Raureif, so dass im hellen Mondlicht alles glitzerte und die Sterne konnte man auch sehen. Schon nach einer halben Stunde waren wir am Aussichtsturm angekommen.
Als wir die Holztreppen hochgestiegen waren hatten wir einen herrlichen Ausblick über die Stadt, denn der Steinenbergturm steht 170 Meter über dem Neckar.
Dann machten wir es uns auf der Plattform gemütlich, tranken und aßen unsere mitgebrachten Leckereien. Erst beim Rückweg zündeten wir unsere Fackeln an. Dazu haben wir eine schöne Route durch die Streuobstwiesen gewählt. Im Fackellicht leuchtete der Raureif noch eindrucksvoller. Punkt 22 Uhr sind wir dann wieder am Parkhaus König angekommen.
-Ralf
Dezember 2007:
Traummänner backen in der Jugendgruppe – unser Gaynachtsmärchen
Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit, als unsere Geschichte ihren Anfang nahm… Es muss so um Weihnachten gewesen sein, als es überall nach Lebkuchen und Zimt roch, man sich über die nicht vorhandenen Schneeballschlachten mangels Schnee freute und abends bei einer Tasse Glühwein zusammenkam um gemütlich zu plaudern, als unsere Gruppe den Entschluss fasste, eine Weihnachtsfeier zu machen. Zu einer ordentlichen Weihnachtsfeier gehören natürlich auch ordentliche Plätzchen. Mit Kochschürze und Kochlöffel bewaffnet traten unsere Jungs also eine Woche später in der Küche der Jugendgruppe an. (Keine Angst, diese Montur ist lediglich eine Ausschmückung der Geschichte! Wir hatten natürlich alle ganz normale Klamotten an!) Ein paar von uns hatten schonmal den Teig zu Hause vorbereitet und so konnte es gleich losgehen. Wir rollten den Teig aus und zückten die Ausstechformen. Darunter durften natürlich auch nicht die knackigen Lebkuchenmänner fehlen, vor denen sich jeder einen backen durfte. Hinterher wurden die Plätzchen noch mit Zuckerguss, Streuseln und anderen Dingen verziert. Während wir so vor uns hin backten, versuchten ein paar von uns für weihnachtliche Stimmung zu sorgen und überlegten krampfhaft wie der Text zu dem Lied In der Weihnachtsbäckerei ging, während andere plötzlich Stups der kleine Osterhase sangen. Und dann war es endlich so weit: Die Plätzchen waren alle fertig und lagen vor uns auf dem Tisch! Ein riesiger Berg Plätzchen! *lecker* Aber nicht, dass ihr denkt, wir hätten uns gleich draufgestürzt! Weit gefehlt! (Schließlich muss Mann ja auf seine Linie
achten…. *scherz*) Die Plätzchen waren ja für die Feier gedacht, und die war erst eine Woche
später…
Derselbe Raum, eine Woche danach: Die Tische feierlich gedeckt, mit Weihnachtsservietten, Kerzen, Getränken und natürlich den selbstgebackenen Plätzchen. Aus den Lautsprechern tönten Weihnachtslieder (ab und zu) und aus der Küche zog der Duft von Glühwein zu uns rüber. Nach und nach füllte sich der Raum und schließlich plauderten und plapperten alle wild durcheinander. Plötzlich ertönt Glockengeläute und es klopfte an der Tür. Mit weißem Rauschebart und rotem Mantel stand der Weihnachtsmann vor uns. Er setzte sich zu uns und rief dann jeden zu sich nach vorne. Da gab es dann eine kleine überraschung aus dem großen Schrottwichtelweihnachtsmannsack.
Der Abend war sehr lustig und wir haben ihn dann noch gemütlich bei Plätzchen und Glühwein ausklingen lassen, bis sich dann einer nach dem anderen auf den Heimweg machte. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute…
-Hannah






